Überzüchtung

Überzüchtung ist ein Thema, das zusammen mit dem Wort Reinrassig fast schon eine Art Symbiose bildet. Die häufigste Ursache für Überzüchtung ist wohl das so genannte „Schönheitsideal“ und geht meist massiv auf die Gesundheit des Tieres.

Hüftdysplasie beim Schäferhund ist eine solche Auswirkung, da man will, dass die Hinterhand des Hundes möglichst niedrig ist um eine ansprechende Form zu erzielen. HD ist schon so verbreitet, dass es in Kategorien von A1 bis E2 bzw. HD0 bis HD4 eingeteilt wird. Auch extremer Haarwuchs in den Ohren kann eine Folge der Überzüchtung sein. Man will ja nur die Hunde mit dem besten Haarwuchs weiterzüchten. Daraus können Entzündungen und verminderte Hochleistung resultieren. Auch zu viel Haut kann ein Problem sein, man muss sich nur einmal den Chinesischen Faltenhund oder Shar-Pei anschauen.

Im Allgemeinen kann man davon ausgehen das fast jeder Rassehund unter Überzüchtung leidet, der Dobermann hat einen zu kleinen Schädel und daraus können Kopfschmerzen resultieren die den Hund aggressiv machen. Wer sich einen Dobermann zulegen möchte, sollte sich vorab bei kompetenten Stellen, wie dem VDH umfassend informieren. Ein Mops hat eine so stark verkürzte Nase, dass diese regelmäßig geputzt werden muss, so dass der Hund nicht unter Atemnot leidet. Außerdem schnarcht der Hund ständig ob er schläft oder nicht.

Auch aggressives Verhalten, bzw. Jagd- oder Hütehund Züchtungen können einem das Leben schwer machen.

Der Wirksamste Schutz gegen Überzüchtung ist ein Mischling, oder eine Hunderasse die dem ursprünglichen Wolf am ähnlichsten ist. Man muss einfach erkennen wo Züchtungen so wiedernatürlich sind, dass sie eine Gefahr sowohl für den Hund als auch für den Besitzer darstellen.